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    CIP-Pool der Fakultät für Humanwissenschaften

    Seit Juli 2002

    Nach fast sechs Jahren Betrieb war die Hardware des CIP-Pools am Wittelsbacherplatz aufgrund ihres Alters so wartungsaufwendig geworden, dass ein erneuter Antrag auf Ersatzbeschaffung der ausgedienten Geräte bei der DFG gestellt werden musste. Im Juli 2001 wurde dieser Antrag genehmigt, das Universitätsbauamt begann dann unmittelbar mit den Planungen von Umbau und Erweiterung des CIP-Pools: Neben der veralteten Hardware hatte auch die Netzwerktechnik in den Jahren seit der Erstausstattung des Pools entscheidende Fortschritte gemacht. Um die Ressourcen der neu zu erwerbenden Gerätschaften vollständig nutzen zu können, musste deshalb auch die komplette Verkabelung des Raumes 050 auf den neuesten Stand gebracht werden (früher: Koaxial- (BNC-) Kabel, 10 MBIT/s; heute: Twisted-Pair Kategorie 5e, 155 MBIT/s).

    Zusätzlich plante man den Ausbau des CIP-Pools auf einen zweiten Raum, um in Zukunft einer noch größeren Zahl von Studierenden einen Computer-Arbeitsplatz bieten zu können.

    Bereits zu Beginn der Semesterferien, im Februar 2002, schaffte die Raumkommission des Wittelsbacherplatzes diesen zweiten Computerraum. Damit konnten die Umbaumaßnahmen in den Räumen R050 und R051 (Erdgeschoss, in Richtung Teilbibliothek) beginnen.

    Das Bild zeigt einen halb ausgeräumten CIP-Pool während der Umbauphase 2002
    Abb 7: Beginn des Umbaus im Februar 2002

    Nach viermonatiger Bauzeit, der kompletten Neuverkabelung des Raumes 050, der Sanierung und Verkabelung von Raum 051, des Einbaus von aktiven Komponenten und einem neuen, mit der MUCK-Karte kompatiblen Zugangskontrollsystem in beiden Räumen, konnte im Juli 2002 mit der eigentlichen Neuausstattung von Mobiliar und Hardware begonnen werden. Damit stand ein großes Stück Arbeit für das CIP-Pool-Team noch bevor: Alle Tische mussten verkabelt werden, die Hardware war aufzustellen und zu prüfen, das neue Betriebssystem Windows XP, das erst frisch auf dem Markt war, musste getestet, seine Konfiguration auf die Bedürfnisse des CIP-Pools angepasst und schließlich auf alle Rechner aufgespielt werden.

    Am 15. September 2002, pünktlich zu Beginn des neuen Semester konnte der CIP-Pool am Wittelsbacherplatz wieder seine Pforten für die Studierenden der Philosophischen Fakultät III öffnen: Nun mit einem Angebot von 64 PC-Arbeitsplätzen in den Computerräumen R050 und R051, 3 Laserdruckern, 4 Scannern, einer MUCK-Aufladestation direkt vor der Tür und einem MUCK-Terminal im Foyer des Gebäudes.

    CIP-Pool Mitarbeiter bringt die Verkabelung unter einerm der Tische an
    Abb 8: Tim Frodermann beim Verkabeln der Tische

    Offizielle Einweihung des CIP-Pools 2003

    Obwohl der CIP-Pool der Philosophischen Fakultät III im Jahr 2003 schon auf ein 13jähriges Bestehen zurück blicken konnte, wurde die Einrichtung bis dahin nie offiziell eingeweiht. Die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen des Jahres 2002 haben den einstmals bescheiden ausgestatteten Computerraum heute zu einem zentralen Ort und Schmuckstück der Fakultät gemacht, an dem Studierende und Lehrende ein modernes und ressourcenreiches Umfeld für Studium, Lehre und wissenschaftliches Arbeiten vorfinden.

    Ein Jahr nach diesen Umbauarbeiten hatte sich der "CIP-Pool am Wittelsbacherplatz" bereits fest im täglichen Arbeitsablauf seiner zahlreichen Nutzer etabliert. Für das CIP-Pool-Team war dies ein gelungener Zeitpunkt, die längst Überfällige Einweihungsfeier nachzuholen und auf 13 erfolgreich vergangene Jahre zurückzublicken.

    Von Anfang an war klar, dass die anvisierte Feierstunde anders als andere Einweihungsfeiern sein würde. Man blickte schließlich schon auf ein sehr produktives Jahr mit dem neuen CIP-Pool zurück: Seit September 2002 hatten nicht weniger als 30.000 Personen den Computerraum benutzt und die Übergangsphase "Demontage des alten CIP-Pools" - "Umbau der Räumlichkeiten" - "Einrichtung und Inbetriebnahme des neuen Pools" war praktisch reibungslos und in nur wenigen Monaten vonstatten gegangen.

    Die Feierstunde würde also nicht nur aus hoffnungsvollen Blicken in die Zukunft bestehen, sondern es bot sich die Möglichkeit, die neue Einrichtung so vorzustellen, wie sie sich schon seit einem Jahr hervorragend bewährt hatte.

    Nach einigen Wochen der Vorbereitung, in denen sich der CIP-Pool Beauftragte Dr. Jörg Klawitter sowie seine studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Robert Czech, Tim Frodermann, Matthias Gehret, Judith Heeg und Ulrike Rausch alle Mühe gaben, eine angemessene Feier zu organisieren, war es am 8. Juli 2003 dann endlich soweit.

    Vor geladenen Gästen aus den Reihen der Philosophischen Fakultät III, der Zentralverwaltung, der Hochschulleitung, des Rechenzentrums und der Hausverwaltung, die den CIP-Pool in der Vergangenheit immer wieder mit Rat und Tat begleitet hatten, wurde die Einrichtung offiziell eingeweiht.

    "Dieser Raum ist in der Ausstattung ein Highlight an unserer Fakultät aber auch über diese hinaus an der ganzen Universität", stellte Prof. Dr. Margareta Goetz, Dekanin der Philosophischen Fakultät III, in ihrem Grußwort fest. Eine solche Einrichtung sei besonders für die Geisteswissenschaften ein unverzichtbarer Bestandteil studienbezogenen Arbeitens.

    Dr. Jörg Klawitter richtete sich in seiner anschließenden Laudatio persönlich an jeden einzelnen der Gäste, um für die über die vergangenen 13 Jahre hinweg geleistete Unterstützung zu danken: Wenn es um die Planung anstehender Baumaßnahmen ging, in technischen, rechtlichen und organisatorischen Fragen, in der Bewilligung von Mitteln sowie in Fragen des täglichen Ablaufes des CIP-Pools - nie waren diese engagierten Menschen um Rat und Tat verlegen.

    Nach seinen Dankesworten präsentierte Dr. Klawitter die Geschichte des CIP-Pools am Wittelsbacherplatz:

    Ursprünglich war der heutige CIP-Pool Raum 050 des Gebäudes Wittelsbacherplatz 1 eine Turnhalle. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er als Notkapelle für das amerikanische Offizierskorps genutzt. An diese Zeit erinnert ein religiöses Wandbild, das auch heute noch den Raum schmückt. Später wurde er allerdings wieder seiner ursprünglichen Verwendung zugeführt: Bis 1990 diente der heutige CIP-Pool-Raum 050 erneut als Turnhalle, zuerst für das Deutsche Gymnasium in Würzburg, später für das Sportzentrum der Universität.

    Als in Raum 050 dann der erste Computerpool der Fakultät installiert wurde, beheimatete die Einrichtung gerade einmal 18 PCs. 1996 kamen acht weitere Computerarbeitsplätze und ein DTP-System hinzu; im Frühjahr 2002 wurde der CIP-Pool ein zweites Mal „runderneuert“. 80 PCs, drei Laserdrucker und vier Scanner wurden neu angeschafft, die Verkabelung des Raumes auf den neuesten technischen Stand gebracht. Zudem erhielt der CIP-Pool am Wittelsbacherplatz einen zweiten Raum (R 051).

    Den Höhepunkt der Veranstaltung markierte die Aufführung des Films "Blue Skies". Während der Planungsphase der Einweihungsfeier hatten Matthias Gehret und Tim Frodermann die Idee, einen Imagefilm über den CIP-Pool am Wittelsbacherplatz zu drehen - Bilder sagen schließlich mehr als tausend Worte.

    Erfahrungen in diesem Metier hatte man bereits gesammelt: Zusammen mit dem Jungregisseur Alex Weimer und dessen Produktionsfirma MovieBrats Filmworks hat Matthias Gehret, leidenschaftlicher Hobbyfilmer und Kameramann, unter anderem den BAYERISCHEN NACHWUCHSFILMPREIS 2000 für “Seeking Philip” sowie zahllose weitere nationale und europäische Preise gewonnen. Tim Frodermann war erst kurz zuvor im Rahmen der Dreharbeiten zu dem Kurzfilm "The Typewriter" zu jener Gruppe junger Filmemacher hinzugestoßen. Warum sollte man nun nicht den eigenen Arbeitsplatz in Szene setzen?

    In zwei Drehtagen und etwa 40 Stunden Nachbearbeitungszeit war ein 7-minütiger Film entstanden, der alle Vorzüge des Computerpools aufzeigt. Die Handlung schildert „einen ganz normalen Tag im CIP-Pool“. "Blue Skies" wurde vom Publikum begeistert aufgenommen und steht seit der Einweihungsfeier auch über die Homepage des CIP-Pools am Wittelsbacherplatz einem weltweiten Publikum zur Verfügung.

    Nach der Filmvorführung stellte der Technik-Support-Mitarbeiter Tim Frodermann dann noch einige technische Besonderheiten des neuen CIP-Pools vor.

    Im Anschluss an den "offiziellen Teil" bot ein gemeinsames Essen aller Gäste und Mitarbeiter, an einem vom Bistro am Wittelsbacherplatz bereitgestellten Buffet, einen gemütlichen Ausklang der Veranstaltung.

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    Abschließend sei angemerkt, dass seit 1990 insgesamt ca. 800.000 Euro allein in die Hard- und Software-Ausstattung des Computer-Pools flossen, seit Wiedereröffnung des Pools im September 2002 haben ungefähr 30.000 Benutzer das Angebot des CIP-Pools in Anspruch genommen (Stand: Juli 2003).

    Weiterhin darf nicht unerwähnt bleiben, dass nicht nur der Computer-Pool der Philosophischen Fakultät III, sondern das ganze Gebäude Wittelsbacherplatz eine aus computertechnischer Sicht rasante Entwicklung durchgemacht hat. Bereits Ende November 1995 wurde die komplette Gebäude-Inhouse-Vernetzung abgeschlossen und nach der betriebstechnischen Abnahme am 11.06.1996 zur Nutzung freigegeben.

    Raumbelegungsplan beider CIP-Pool-Räume ab 2002
    Abb 9: Der heutige Aufbau des CIP-Pools (Räume 050 und 051) am Wittelsbacherplatz

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    Personelle Ausstattung und Organisation

    Da eine derartige technische Einrichtung einer kontinuierlichen Betreuung bedarf, beantragte das Institut für Politische Wissenschaft anlässlich der Fachbereichsratssitzung vom 09. November 1989 die Wiederbesetzung einer Stelle der Studienratslaufbahn (vormals Dr. F. Heiduk) am Lehrstuhl für Politische Wissenschaft (Prof. Dr. Bußhoff). Der Senat stimmte diesem Antrag in seiner Sitzung vom 20. Dezember 1989 zu. Die Freigabe der Stelle zur Wiederbesetzung erfolgte mit der beabsichtigten Maßgabe, dass dem jeweiligen Stelleninhaber die technische und organisatorische Gesamtbetreuung des Computer-Pools der Fakultät obliegt. Die Stelle wurde daraufhin mit Dr. Jörg Klawitter besetzt.

    Seit nunmehr 13 Jahren betreut er von der DFG-Antragsphase über die Realisierung der Baumaßnahme und der Einrichtung des Computer-Pools, von der Bestandserhaltung über die notwendigen organisatorischen Maßnahmen bis hin zur laufenden technischen Anpassung und Verbesserung des Computer-Pools diese zentrale Einrichtung der Fakultät. Für diese ist der jeweils amtierende Dekan beziehungsweise das Dekanat für alle formalen und organisatorischen Rahmenbedingungen zuständig. Aufgrund der ständig steigenden Kompliziertheit und Komplexität der Computer- und Netzwerktechnik unterstützten die Dekane bis heute den Computer-Pool regelmäßig durch Hilfskraftsondermittel.

    Derzeit sind drei studentische Mitarbeiter im CIP-Pool beschäftigt, ein Mitarbeiter für den Bereich "Technik-Support", der für das Funktionieren von Hard- und Software verantwortlich ist, ein Mitarbeiter für den Bereich "Access-Control", der mit Fragen zu Zugang und MUCK-Karte befasst ist sowie einem Mitarbeiter für den Web-Auftritt des CIP-Pools am Wittelsbacherplatz (Stand: Februar 2004).

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    Der Aufgaben- und Einsatzbereich

    Gemäß den DFG-Richtlinien verfolgt ein Computer-Pool zwei grundlegende Ziele: Zum einen sollen Studierende mit den vielfältigen wissenschaftlichen Einsatzmöglichkeiten der EDV vertraut gemacht werden. Zum anderen soll Mitarbeitern und Studierenden Hard- und Software für ihre wissenschaftlichen Belange zur Verfügung gestellt werden.

    Diesen Aufgaben wird der CIP-Pool am Wittelsbacherplatz vollauf gerecht: An Ort und Stelle können die Benutzer das komplette Programmangebot des Rechenzentrums über den NAL (Netware Aplication Launcher) benutzen. Die Programme werden hierbei direkt von den Servern des Rechenzentrums abgerufen und hier auch in aller Regelmäßigkeit zentral auf den neuesten Stand gebracht. Alles in allem steht somit im CIP-Pool am Wittelsbacherplatz eine Vielzahl von Programmen zur Textverarbeitung, Statistik, Tabellenkalkulation, Grafik und aus anderen Bereichen zur Verfügung. Zugriff auf alle Datenbanken der Universitätsbibliothek gewährt zudem eine einhundertprozentige Recherchefähigkeit für alle wissenschaftlichen Belange. Nicht zuletzt durch die Bereitstellung von vier Scannern und drei Laserdrucker gewährleistet der CIP-Pool am Wittelsbacherplatz also das wissenschaftliche Arbeiten von Studierenden und Mitarbeitern der Institute - von der "ersten Idee" bis zum fertigen Ausdruck.

    Auch für Lehrveranstaltungen ist der CIP-Pool geeignet. Größere Seminare haben in Raum 050 ausreichend Platz, zudem existieren hier ein Beamer sowie ein Overheadprojektor. Raum 051 eignet sich speziell für kleinere Seminare bis maximal 20 Teilnehmer.

    Eine Lehrveranstaltung in Raum 050 (Juli 2003)
    Abb 10: Eine Lehrveranstaltung in Raum 050 (Juli 2003)

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    Neue Herausforderungen, neue Lösungen

    Ohne Zweifel brachten Umbau des CIP-Pools und Neuanschaffung der Hardware große Vorteile: 2 Poolräume bieten ausreichend Platz, um selbst einen großen Ansturm von Benutzern bedienen zu können. Der Zugang zu den Computerräumen funktioniert komplett über die MUCK-Karte, MUCK-Aufladestation und -Terminal sind direkt vor der Tür. Wenn die Benutzer des CIP-Pools drucken wollen, geht dies bargeldlos: Über die MUCK-Karte kann ein Druckkonto direkt aufgeladen werden, die Abrechnung der Ausdrucke erfolgt dann in Echtzeit über das Rechenzentrum. Die Belieferung mit Verbrauchsmaterial (Papier, Toner) erledigt ebenfalls das RZ.

    Leistungsfähige Arbeitsplatzrechner (Pentium IV 2 GHz Prozessoren, 1 GB Arbeitsspeicher, 40 GB Festplatten) und eine schnelle Internetanbindung gewährleisten ein nahezu wartezeitfreies Arbeiten. Durch CD-Brenner und DVD-Laufwerke ist jeder Rechner zudem Multimedia-fähig. Zieht man all diese Vorteile in Betracht, kann es nicht verwundern, dass seit der Wiedereröffnung im September 2002 etwa 30.000 Benutzer (Stand: Juli 2003) den CIP-Pool am Wittelsbacherplatz besucht haben.

    Wo viele Vorteile liegen, finden sich aber naturgemäß auch einige Nachteile. So kam es sehr bald zu einer Vielzahl verbotener Programminstallationen durch die Benutzer, das Surfen auf nicht vertrauenswürdigen Internetseiten brachte zudem die Installation von Dialern und Verbreitung von Computerviren. Durch wiederholtes Betreiben von sogenanntem "File-Sharing", also dem illegalen Download von Programmen, Filmen und Musikdateien aus dem Internet, war eine deutliche Erhöhung der Netzlast zu verzeichnen, was sich für jeden Benutzer in einer Verminderung der Netzwerkgeschwindigkeit bemerkbar machte. Die eigentliche schnelle Hardware wurde ausgebremst! Zudem waren die Computer des CIP-Pools durch die "Datenverschmutzung", die unsachgemäße Programminstallationen mit sich bringen, schon binnen Tagesfrist nur noch nach einer kompletten Neuinstallation zu gebrauchen.

    Es ist verständlich, daß man diese eklatanten Nachteile nicht hinnehmen konnte. So bemühte sich das CIP-Pool-Team um Lösungen. Das Ergebnis dieser Bemühungen war eine zweigleisige Lösungsstrategie:

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    Vorsorge: Stärkung des Unrechtsbewusstseins der Nutzer

    Die Benutzer des CIP-Pools am Wittelsbacherplatz werden bereits beim Systemstart darauf hingewiesen, dass alle Computer von einer Protokollierungssoftware überwacht werden. Diese Mitteilung verdeckt den gesamten Bildschirm, bleibt automatisch immer im Vordergrund und lässt sich nicht abschalten oder einfach wegklicken. Sie verschwindet nur - und erst dann ist der Computer nutzbar -, wenn die Poolbenutzer zuerst der Protokollierungsmaßnahme zustimmen. Daraufhin erscheint ein zweiter Bildschirm, in dem relevante Auszüge aus der "Benutzerordnung für Informationsverarbeitungssysteme der Universität Würzburg vom 4. März 2002" abgedruckt sind. Hier haben die Benutzer zwei Möglichkeiten: entweder sie akzeptieren die aus der Benutzerordnung ersichtlichen Regeln und können den PC benutzen. Oder aber sie akzeptieren sie nicht - in diesem Fall wird der Computer aber automatisch heruntergefahren und abgeschaltet.

    Die eingesetzte Software iOpus Starr protokolliert zunächst alle vom Benutzer geöffneten Internetseiten und alle geöffneten Programme mit. Dann werden die Logfiles dieser Aktivitälten verschlüsselt und an einem externen Arbeitsplatz im Dekanat der Philosophischen Fakultät III weitergeleitet. Hier werden sie an einem separaten PC von einem eigens mit dieser Aufgabe betreuten Mitarbeiter weiterverarbeitet. Dessen PC ist passwortgeschützt und somit von keiner anderen Person benutzbar.

    Zur Analyse der Logfiles steht ein eigens zu diesem Zweck von Tim Frodermann (studentischer Mitarbeiter des CIP-Pools am Witelsbacherplatz) entwickeltes Programm zur Verfügung, das die Logfiles nach bestimmten Kriterien durchsucht und die Analyseergebnisse in geeigneter Weise aufbereitet. Der mit der Analyse betraute Mitarbeiter kann dann sehr einfach und übersichtlich kontrollieren, welche Benutzer auffällig geworden sind und ob sie wirklich gegen die Benutzerordnung verstoßen haben. Bei oftmals vorkommendem Verstoß eines Benutzers gegen die Benutzerordnung wird ein Mahnverfahren eingeleitet, das zunächst zu einer zeitweiligen Sperrung des Accounts führt.

    Aufgrund dieser Maßnahme sind die Verstöße gegen die "Benutzerordnung für Informationsverarbeitungssysteme der Universität Würzburg vom 4. März 2002" drastisch zurückgegangen. Die beschriebenen Fälle von "File-Sharing" haben abgenommen, die Netzlast konnte hierdurch reduziert werden.

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    Nachsorge: Nutzung des Rembo-Bootservers des Rechenzentrums

    Bereits bei der Planung des neuen CIP-Pools wurde klar, dass zwei Computerräume mit mehreren Dutzend Rechnern nicht mehr durch das bis dahin eingesetzte "Image"-System administrierbar sein würde. Bei diesem hat man das Betriebssystem auf einen Rechner aufgespielt und hat es dort den Notwendigkeiten des CIP-Pools angepasst (Novell-Client einspielen, etc.). Danach wurde vom Festplatteninhalt dieses Computers ein Abbild ("Image") erstellt und auf CD gebrannt. Nun musste das "Image" per Hand und einzeln auf jeden Rechner aufgespielt werden. Das war schon bei Verwendung von Windows 95 ein nicht zu unterschätzender Aufwand, aber Windows XP ist ein Betriebssystem, das viel mehr Platz verschlingt als seine Vorgängerversionen. Das "Image" passt folglich nicht mehr auf eine CD, sondern nur auf mindestens zwei.

    Das Einspielen des "Images" auf andere Rechner dauert dann doppelt so lange. Wenn ein Computer nach Programminstallationen und weiteren Fehlnutzungen durch die Benutzer des Pools neu installiert werden muss (was wie bereits erwähnt in der Anfangsphase fast täglich der Fall war), begann das ganze wieder von vorne - eine unglaubliche Verschwendung von Arbeitszeit und Material.

    Glücklicherweise arbeitete das Rechenzentrum im Februar 2002 bereits an einem neuen Verfahren, um das beschriebene "Image"-System ablösen zu können. In Anbetracht dieser neuen Lösung wurde bei der Anschaffung der neuen Hardware des CIP-Pools bereits auf Kompatibilität geachtet. Im wesentlichen bedeutete das den Kauf spezieller Netzwerkkarten. Bereits im September 2002 begann das CIP-Pool-Team dann mit einer Testphase der neuen, vom Rechenzentrum bereitgestellten Technologie: Des Rembo-Bootservers.

    Vereinfacht funktioniert Rembo folgendermaßen:
    Immer noch erstellt man auf einem beliebigen Rechner ein "Image". Dieses wird jedoch nicht auf CD gebrannt, sondern auf den Bootserver hochgeladen. Danach schaltet man einfach alle Rechner des Pools an und das Image wird vom Bootserver automatisch auf sie zurückgespielt. Das bietet auch einige Vorteile im Benutzerbetrieb. Wenn ein Benutzer einen Rechner des CIP-Pools anschaltet, wird - noch bevor das eigentliche Betriebssystem lädt - Rembo aktiv. Es vergleicht, inwieweit sich der Festplatteninhalt des Computers von dem "Image" auf dem Bootserver unterscheidet. Wenn ein Benutzer zuvor unerlaubterweise ein Programm installiert hat, wurde hierdurch natürlicherweise der Festplatteninhalt verändert. Rembo erkennt die Veränderung und beseitigt sie. Somit werden alle Rechner bei jedem Start in einen wohldefinierten Grundzustand versetzt, es kann garantiert werden, dass jeder Rechner softwaretechnisch immer einwandfrei ist.

    Screenshot der Programmoberfläche von Rembo
    Abb 11: Bevor Windows XP startet, macht erst Rembo seine Arbeit

    Durch die Nutzung des Rembo-Bootservers des Rechenzentrums ist somit eine Verschiebung des Arbeitsaufwandes eingetreten, die dringend erforderlich war. Die Betriebssysteme, ihre Konfigurationsmöglichkeiten und Fehleranfälligkeiten werden immer komplizierter. Durch die neue Technologie verbraucht man nicht mehr mehrere Stunden am Tag, um die Computer überhaupt am Laufen zu halten. Es existiert im Gegenteil nun wieder mehr Zeit dafür, Konfigurationen des Betriebssystems zu testen, Fehler zu erforschen und zu beseitigen, Updates und neue Patches auszuprobieren und somit dauerhaft für Kompetenz des Personals in Sachfragen zu sorgen. Der Einsatz des Rembo-Bootservers sorgt zudem für eine bessere Arbeitsatmosphäre bei den Benutzern des CIP-Pools: denn wer mag es schon, einen Computer vor sich zu haben, der nicht richtig funktionieren will?

    Nach ausgiebigen Testläufen wurde ab November 2002 die komplette Anbindung des Pools an den Rembo-Bootserver des Rechenzentrums durchgeführt.

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    Ausblick (Stand 2003)

    Aufgrund der baulichen, technischen und räumlichen Gegebenheiten ist der CIP-Pool der Philosophischen Fakultät III bestens für zukünftige DV-Ansprüche gerüstet. Da sowohl die Befähigung zu einem grundlegenden Umgang mit Computertechniken als auch deren wissenschaftliche Anwendung weiterhin Bestandteil jeder universitären Ausbildung bleiben, muss stets moderne Technik zur Verfügung gestellt werden.

    Auch wenn sich die Zukunftsvisionen des vergangenen Jahrzehntes, in dem man bereits die komplett virtuelle Hochschule mit Online-Lehrveranstaltungen und "Tele-Teaching" vorausgesagt hattte, noch nicht gänzlich erfüllt haben, so ist der CIP-Pool am Wittelsbacherplatz dennoch in der Lage, auch diese zukünftigen Anforderungen auf Basis seiner technischen Ausstattung zu bedienen.

    Nicht zuletzt durch die feste Integration in das Uninetz wird es möglich sein, neue Dienste in das bereits bestehende Angebot zu integrieren. Dazu müssen allerdings weiterhin die materiellen wie personellen Kapazitäten zur Verfügung stehen, will man sich nicht von der technischen beziehungsweise wissenschaftlichen Entwicklung abkoppeln oder abkoppeln lassen.

    Stimmungsbild aus dem CIP-Pool Raum 051
    Abb 12: CIP-Pool am Wittelsbacherplatz: Eine feste Größe - auch in Zukunft.

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    Kontakt

    CIP-Pool Humanwissenschaften
    Wittelsbacherplatz 1
    97074 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-83729

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